Das sind wir - WCC

Chronik des Wasener-Carneval-Clubs Ettlingen e.V.
Wer die Geschichte der Fastnacht, des Faschings und des Karnevals kennt, weiß, daß die Zünfte, Gilden und Gesellschaften verschiedene Ursprünge haben. Manche von ihnen wurden an Stammtischen gegründet, so auch die Fastnacht am Wasen. Die Wasenfastnacht geht nach Überlieferungen in das 19. Jahrhundert zurück. Um die Jahrhundertwende wälzten sich die Fuhrwerke der Steinbauern, welche Albsandstein zur Uferbefestigung an den Rhein transportierten, über staubige Fahrbahnen, Tag für Tag, von früh bis spät, vorbei am Gasthaus zum Reichsadler. Am Fastnachtsdienstag aber wurde die Arbeit eingestellt und die blau beschürzten Steinbauern und Fuhrleute regierten am Stammtisch im Gasthaus zum Reichsadler, trieben ihre Späße und gründeten die Fastnacht am Wasen. Einer der aktivsten war Martin Brecht. Er war in den Jahren 1896 bis 1899 mit dem Prinzen Heinrich von Preußen in China und kehrte nach dem Boxeraufstand zurück. Er gesellte sich zu seinen Brüdern und den Brüdern Brisach. Martin Brecht brachte aus China ein Maskottchen mit, einen leibhaftigen Affen. Dieses kleine Äffchen, Fidel genannt, wurde in kurzer Zeit zum Symbol der Wasenfastnacht. Von nun an stieg die Stimmung am Fastnachtsdienstag noch mehr und der damalige Wirt, Franz Heilmann, hatte alle Hände voll zu tun, wenn das Komitee seinen Schabernack trieb. Durch den Affen machte der Reichsadler und mit ihm der Wasen immer mehr von sich reden. So dauerte es nicht lange, bis die lose Versammlung ein Oberhaupt wählte. Im Jahre 1904 wurde Martin Brecht zum ersten Wasenbürgermeister ernannt. Heinrich Wunsch war der Ratsschreiber, sein Bruder August, beide Sägewerks- und Wasenmühlenbesitzer, wurde Gemeinderechner, Jakob Brisach war der Ratsdiener. Ihnen zur Seite standen als Gemeinderäte die Brüder Wendelin, Eugen, Peter, Leopold, Pius und Andreas Brecht, ferner Karl Brisach und Kunstmaler Karl Höpfner. Damit hatte die Wasenfastnacht sich echt gebildet und wurde zur ständigen Einrichtung am Wasen. Somit kann das Jahr 1904 als das reguläre Gründungsjahr der Wasenfastnacht angesehen werden. Die Hochburg war das Vereinslokal "Gasthaus Reichsadler" oder in alt Ettlinger Sprache der Fastnachter der "Reichsgockler". Leider gibt es dieses Lokal seit 1999 nicht mehr. Die Bürger im Wasen bekamen zugleich den Kosenamen "die Wasenknoddler". Im Mittelpunkt aber stand der Aff vom Wasen. Die Ratsbrüder aber trieben immer schlimmere Späße mit ihm und manchmal regierten nicht mehr die Ratsbrüder, sondern der Aff und es soll nicht selten vorgekommen sein, daß die Wirtschaftseinrichtung demoliert wurde. So hatte das Affentheater 1906 ein jähes und trauriges Ende, denn das Tier mußte dem Karlsruher Zoo übergeben werden. Dort aber starb der Wasenaff schon nach vier Wochen aus Heimweh nach seinem Wasen.

Am Wasen aber ging das lustige Treiben zur Fastnachtszeit weiter bis der 1. Weltkrieg 1914 unter alles einen Strich zog.

Im Jahre 1922 war es wieder Martin Brecht der das begonnene Werk der Fastnacht am Wasen fortsetzte. Aber diese Zeit dauerte nicht lange, denn der 2. Weltkrieg zerstörte 1939 alle Träume einer schönen Zeit.

Nach den schweren Kriegsjahren bis 1945 und dem Tod von Martin Brecht, war es dann sein Sohn Karl, der zusammen mit Karl Mußler und Franz Lechner, die Fastnacht am Wasen wieder aufleben ließ. In Josef Bauer, Walter Wieland, Edde Krings, Josef, Jakob und Kurt Keßler, Jupp Klinkhammer, August Karcher, Josef Roitsch, Karl Burkhard und Robert Buschmann hatte der Wasen bald ein Gremium, das große Veranstaltungen versprach. Und was es da für Veranstaltungen gab, läßt allein daraus schließen, daß der Reichsadlersaal Jahr für Jahr zum Bersten gefüllt war, wenn Karl Brecht mit seinen Ratsbrüdern Einzug hielt. Immer wieder wurde "Karl der Brechtige" zum Wasenbürgermeister gewählt. Jahr für Jahr stieg das Stimmungsbarometer in der Wasenhochburg höher. Ein Beweis dafür, daß gerade aus den Reihen dieses lustigen Wasenvölkchens die Karriere der zwei Trieler (Jupp Klinkhammer und Kurt Keßler) begann und bei Peter Frankenfeld im Deutschen Fernsehen ihren krönenden Höhepunkt fand.
Zwei Trieler

Im Jahre 1962 beschlossen die Männer um Karl Brecht einen in das Vereinsregister eingetragenen Verein zu gründen, der den Namen "Wasengemeinde" trug. Nach einer stürmischen Gründungsversammlung wurde Karl Brecht zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Zahl der Gründungsmitglieder betrug damals 24 Personen. Der 2. Vorsitzende hieß Josef Riegler, Kassier war Josef Bauer und der Schriftführer hieß Hermann Tannhäuser. Diese Vorstandschaft beschloß nach vielen Sitzungen, einen Hörnerzug sowie eine Tanzgarde und einen Elferrat, der unter dem Namen "Wasener-Carneval-Club" (WCC) geführt wurde, aufzustellen.

Man ließ auch die Ettlinger Kirchweih nach altem Brauch wieder aufleben. Ferner traf sich der neugegründete Verein im Dezember 1962 zur ersten Weihnachtsfeier, wo 70 Wasenkinder beschert wurden.

Bei der ersten Generalversammlung im April 1963 wurde Karl Brecht wegen seiner großen Verdienste zum 1. "Wasenehrenborgermoischter" ernannt. Als neuer Vorstand wurde in dieser Versammlung Josef Riegler einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er blieb bis zum Jahre 1974, mit kurzer Unterbrechung, 1. Vorsitzender. Immer stärker blühte nun der Verein auf und die Mitgliederzahl stieg stetig an. In der Fastnacht 1963, trat zum ersten Mal der Hörnerzug, 9 Mann stark, unter der Leitung von Günter Geideck, bei einem befreundeten Ettlinger Verein in der Stadthalle auf. Der neugebildete Elferrat mit seinen Gardemädchen hielt im selben Jahr im neuen Stil eine Prunksitzung im Reichsadler ab, die zu einem vollen Erfolg wurde. Im folgenden Jahr 1964 trat der Hörnerzug, jetzt mit 18 Mann, zum ersten Mal mit ihren grün-schwarzen Uniformen bei der Kirchweih in der Öffentlichkeit auf.

Im Jahre 1966 traf der Verein die Entscheidung, die Prunksitzung des Wasener Carneval Clubs in die Ettlinger Stadthalle zu verlegen, denn der Zuspruch wurde immer größer und das Vereinslokal Reichsadler reichte nicht mehr aus. So konnte der damalige Präsident Helmut Boch am 5. Februar 1966 mit seinem Elferrat, der Prinzengarde und dem Hörnerzug das Närrische Volk zur ersten "Großen Damen- und Fremdensitzung" in der Ettlinger Stadthalle begrüßen. Diese Sitzung wurde zu einem großen Erfolg und ein neuer Grundstein für die Ettlinger Fastnacht wurde gesetzt. Jahr für Jahr wurde jetzt die Prunksitzung in der Stadthalle abgehalten. Sie wurde zu einem festen Bestandteil des Vereins.

Bei der Generalversammlung 1967 wurde eine Namensänderung des Vereins beantragt. Triftige Gründe fand man vor, daß das Wort "Gemeinde" vielleicht früher innerhalb Ettlingens, aber nicht mehr heute in der Neuzeit angebracht wäre. Die Versammlung beschloß daraufhin den Verein in "Ettlinger Wasen e.V." umzubenennen.

In der Fastnachtskampagne 1968/69 wurde Manfred Jordan in das Amt des Präsidenten des Wasener-Carneval-Clubs gewählt. Seine Vorgänger im Amt waren Helmut Boch, Berthold Jochim und Helmut Maier.

Im Jahre 1969 stellte Josef Riegler aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung. Eugen Hoffmann übernahm für 2 Jahre den Vorsitz, Josef Riegler wurde zum Hauptkassier gewählt. Nach der kurzen Amtszeit Eugen Hoffmanns übernahm Josef Riegler wieder das Amt des 1. Vorsitzenden bis ins Jahr 1974.

1972, im Jahr der Olympiade in München, wurde Karl Brecht mit dem "Goldenen Löwen", der höchsten Auszeichnung der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalsvereine und der "Hans-von-Singen Medaille" der Narrengilde Ettlingen für seine Verdienste um die Fastnacht ausgezeichnet.

"Stimmung wie eh und je, trotz Ölkrise beim WCC" hieß das Motto der inzwischen 9. Prunk- und Fremdensitzung am 2. Februar 1974. Präsident Manfred Jordan begrüßte u.a. das Wasener Schlumpenpaar 1973/74, Theo und Angelika Strahm, die Büttenredner, Annegret Reiter, Helmut Gattner, Gerhard Glasstetter, Dieter Westermann, Eddy Willa, Thomas Reiter, Franz Kunz und Helmut Schindler. Helmut Gattner schrieb in diesem Jahr das Wasen-Lied. Walter Heldmaier, der Wirt vom Reichsadler, wurde zum Ehrensenator ernannt. Karl Brecht feierte seinen 80. Geburtstag. Manfred Jordan wurde bei der Hauptversammlung des Vereins zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Für ihre Verdienste um die Wasenfastnacht wurden 1975 Hugo Rimmelsbacher, Oberbürgermeister im Ruhestand, und Rudi Kern zu Ehrensenatoren des Wasener-Carneval-Clubs ernannt. Inzwischen war die Stärke des Hörner- und Fanfarenzuges auf über 30 Musiker angestiegen. Bei jedem Festzug war der Ettlinger Wasen jetzt mit seinem Fanfarenzug vertreten. Der Corpsführer war in dieser Zeit Erich Müller. Das "markgräfliche Hofballett", heute die Ranzengarde, bestritt ihren ersten Auftritt, betreut von Regina Zwetschek. Das große Sommerfest des Vereins fand in der Markthalle statt. Viele Fanfarenzüge begeisterten tausende von Besuchern. Dieses Fest fand in den folgenden Jahren immer wieder statt.

Beim Karlsruher Fastnachtsumzug 1976 war der Wasener-Carneval- Club zum ersten Mal mit zwei Wagen vertreten. Zentnerweise wurden Konfetti und Bonbons unter das närrische Volk gebracht. Die erste Ettlinger Kindergarde wurde im selben Jahr gegründet.

1977 besaß der Verein drei Tanzgarden, die Kinder-, Junioren- und die Wasengarde. Damit begann der eigentliche Aufschwung der Tanzgarden zur deutschen Spitzenklasse ab den 80er Jahren. Beim Sommerfest spielte in diesem Jahr in der alten Markthalle die 33. US-Army-Band aus Heidelberg. Die über 50 Musiker starke Band brachte die Markthalle zum Kochen. Für viele blieb dieses Fest über Jahre "das Erlebnis" in Ettlingen.

Alfred Rupp wurde 1978 zum Leiter des Fanfarenzuges ernannt und nahm dieses Amt bis ins Jahr 1986 war. Was wäre der Ettlinger Wasen ohne seinen Hörner- und Fanfarenzug und ohne die Garden, so die Meinung bei der Einweihung des neuen Kaufhauses Schneider und des neuen Schulzentrums, wo beide Sparten auftraten. Der Hörnerzug vertrat die Stadt Ettlingen in diesem Jahr auch bei der Bundesgartenschau in Stuttgart. Die Tanzgarden besuchten im Mai die Ettlinger Partnerstadt Epernay in Frankreich. Zu Gast war man bei den Majorettes. Bei diesem Besuch ertanzte sich die Garde den Pokal der Stadt Epernay. Im November erfolgte der Gegenbesuch aus Frankreich. Im Juni 1979 besuchte, als einer der ersten Vereine Ettlingens, der Wasen die englische Partnerstadt Ettlingens Clevedon. Es war die bis dahin größte Reise in der Vereinsgeschichte. In der herrlich gelegenen Stadt nahe am Bristol-Kanal erlebte man unvergeßliche Stunden. Mit dem Fanfarenzug und den Garden nahm man am Clevedoner Carnevals Umzug teil. Diese freundschaftlichen Beziehungen wurden in den folgenden Jahren weiter vertieft und es erfolgten immer weitere Besuche.

1979 erhielt Präsident Manfred Jordan den "Goldenen Löwen", die höchste Auszeichnung er Badisch-Pfälzischen Karnevalsvereinigung. 1980 entschloß man sich, für Verdienste als Aktiver im Wasener-Carneval-Club, einen besonderen Orden auszugeben. Für 5 Jahre erhält man seither den "Silbernen Wasenaffen" für 11 Jahre den "Goldenen Wasenaffen". Die ersten Aktiven, die für 11 Jahre geehrt wurden waren: Manfred Jordan, Rudi Glasstetter, Annegret und Georg Reiter, Bernhard Brandel, Gerhard Schneider, Werner Kress und Franz Kunz. Rolf Weiche, der Zeichner der Karnevalsorden, wurde zum Ehrenelfer ernannt. Madame Duvivier, die ehemalige Präsidentin der Majorettes, wurde beim einem Besuch in Ettlingen, für ihre Verdienste um die Partnerschaft, zum Ehrenmitglied des Wasen ernannt. Die "Youth Band" aus Clevedon besuchte im August Ettlingen und begeisterte die Zuhörer bei einem Konzert im Pfarrzentrum der Herz-Jesu-Pfarrei.


Das Sommerfest, bis dahin in der Markthalle, mußte ab 1981 in die Pausenhalle der Pestalozzischule verlegt werden. Es fand in den folgenden Jahren immer wieder an Pfingsten statt. Gabi Pfaff erreichte bei den Badischen Meisterschaften 1982 in der Disziplin Jugend B den ersten Platz. Für besonders gute Taten werden seit dem selben Jahr Mitbürger oder Institutionen mit dem
"Goldenen Wasenaff" für "Die gute Tat" ausgezeichnet. Als erste erhielten Hermann Steinle, vom Albert-Stehlin-Haus, und Werner Kersting, vom Jugendzentrum Spechtennest, diese neu geschaffene Auszeichnung. Bei der Prunksitzung wurde die "Wasen Tanzshow" zum ersten Mal aufgeführt. Alle drei Garden traten jeweils zwei Mal mit unterschiedlichen Kostümen hintereinander auf. 

1983 wurde endlich auch ein lang ersehnter Wunsch wahr, man bezog das neue Vereinsheim unter der Turnhalle des Eichendorff-Gymnasiums. Vorher probten die Garden und der Fanfarenzuges in der Schillerschule, doch dort war es für die vielen Aktiven inzwischen zu eng geworden. 2 x 11 Jahre Wasener-Carneval-Club und 80 Jahre Fastnacht am Wasen hieß es 1984. Ehrenpräsident Karl Brecht wurde im Mai 90 Jahre alt. Das Wasen-Trio, Peter Reiter, Thomas Reiter und Bernd Rehberger, traten zum ersten Mal bei der Wasen Prunksitzung auf. Die Tanzgarden belegten, wie auch in den Jahren zuvor, hervorragende Plätze bei den vielen Turnieren. Die Trainerin hieß Andrea Stiefel, sie trainierte auch in den folgenden Jahren alle drei Tanzgarden mit sehr viel Erfolg.

1985 ertanzten sich die Mädchen der Kindergarde den 1. Platz bei den Badischen Meisterschaften und wurden "Badischer Meister". Zugleich bedeutete das die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in Travemünde. Auch die Juniorengarde hatte sich qualifiziert und so wurden zwei Gesellschaftswagen an den Intercity der Bundesbahn nach Hamburg angehängt und los ging die Fahrt des "Wasen Expresses" in den hohen Norden Deutschlands. Für die Mädchen und die mitgereisten Eltern war dies das Erlebnis überhaupt. Der Fanfarenzug nannte sich im selben Jahr in Music-Corps um. In den Sparten Tanzgarden und Music-Corps waren inzwischen über 100 Jugendliche aktiv. Dies zeugte schon damals von der hervorragenden Jugendarbeit die innerhalb des Vereins betrieben wurde. Die Bold Brass Band aus Clevedon besuchte zum wiederholten Male Ettlingen und gab bei einem kleinen Sommerfest im Wasenpark ein Konzert. Dieses Sommerfest war die Geburtsstunde des Wasenfestes, welches seit 1987 jedes Jahr im Wasenpark stattfindet. 

Die drei Garden bekamen 1986 “richtige” Namen. So heißen seither die Kindergarde,
Wasenspatzen, die Juniorengarde, Wasener Schlossgarde, und die "große" Garde, Wasengarde. Die Wasenspatzen wiederholten ihren Erfolg vom Vorjahr und wurden wieder Badischer Meister. Alfred Rupp übergab sein Amt beim Music-Corps in die Hände von Dirigent Rüdiger Pitzal und Spartenleiter Ingolf Rieger. 

2 x 11 Jahre Prunksitzung in der Stadthalle zu Ettlingen hieß es 1987. Der Verein feierte sein 25 jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest im Wasenpark. Ein Festzelt für tausend Besucher wurde aufgebaut und man feierte von Freitag bis Sonntag. Die Wasenspatzen wurden auch in diesem Jahr wieder Badischer Meister. Am 11.11. 1987 war für den Wasener- Carneval-Club nicht nur der Beginn der neuen Kampagne, sondern auch ein ganz besonderer Tag. Nach langer Anlaufzeit konnte endlich das "Affendenkmal" eingeweiht werden. Die Skulptur, die den Affen "Fidel" zeigt und am Eingang zum Wasenpark steht, wurde als Bronzeguß von der Bildhauerin Frau Gudrun Schreiner geschaffen.

Kurz zur Vorgeschichte: Anläßlich der Jubiläumsordensmatinee im Jahre 1984 versprach der damalige Oberbürgermeister Dr. Erwin Vetter, für den WCC einen Brunnen im Wasenpark zu schaffen. Im Zuge der Umgestaltung und Sanierung des Parks sollte diese Idee realisiert werden. Im Laufe der Zeit wurde in der Bezirkssparkasse Ettlingen ein Sponsor gefunden aber aus dem Brunnen wurde ein Denkmal. Neben viel närrischer Prominenz war bei der Enthüllung des "Affendenkmals" sogar der Rundfunk vertreten und berichtete von diesem Ereignis.

1988, im Jahr der Landesgartenschau in Ettlingen, erhielten Annegret Reiter und Bernhard Brandel den "Golden Löwen" überreicht. Der WCC konnte sich über sein neues Tanzmariechen Simone Seiler freuen. Der Wasener-Carneval wurde zum ersten Mal mit der Ausrichtung einer Badischen Meisterschaft betraut. Dieses Turnier fand am 9. und 10.1. in der Albgauhalle in Ettlingen statt. Über 1100 Tänzerinnen und Tänzer hatten zu diesem Turnier ihre Meldung abgegeben. Die Wasener Schlossgarde wurde Badischer Meister im Marsch- und Schautanz, die Trainerinnen der Garde hießen Andrea Stiefel und Doris Wasmer-Jablonski. Simone Seiler wurde ebenfalls Badischer Meister, trainiert wurde sie von ihrem Vater, dem WCC-Elferrat Alfred Seiler. Auch die beiden anderen Garden des WCC erreichten bei diesem Turnier hervorragende Plazierungen. Die jungen Damen der Wasengarde wurden von den Ettlinger Schlossfestspielen als Tänzerinnen für das Musical "My fair Lady" verpflichtet. Auch einige Elferräte zeigten ihr tänzerisches Können auf der Bühne im Hof des Ettlinger Schlosses. Am 1. Oktober trat das Music-Corps dem "Verband für das Spielmannswesen" bei. Der Verein hatte jetzt über 350 Mitglieder. Auch für die Kameradschaft im Elferrat wurde immer etwas getan. Wie in den Jahren zuvor stand ein Elferratsausflug am 1.10. auf dem Programm. Diesmal ging es mit der Bahn nach Straßburg. Selbstverständlich waren die Damen der Elferräte wie immer dabei.

Inzwischen war auch die Stadthalle für die vielen Besucher der Prunksitzung zu klein geworden. Man entschloß sich 1989 in die Albgauhalle umzuziehen. Dort konnte man endlich fast 1000 Närrinnen und Narren zu der Veranstaltung begrüßen. Die Wasenspatzen wurden "Deutscher Vize Meister", der größte Erfolg überhaupt. Simone Seiler wiederholte ihren Erfolg und erreichte bei den Badischen Meisterschaften den 1. Platz. In diesem Jahr fanden erstmals Europameisterschaften im Gardetanz statt. Die Garden des Vereins waren auch hier vertreten. Simone Seiler wurde dritte, und es gab jeweils 4. und 5. Plätze für die Wasenspatzen und die Wasener Schlossgarde.

Ein närrisches Jubiläum gab es 1990. Manfred Jordan konnte auf eine 22jährige Präsidentschaft zurückblicken. Rudi Glasstetter war seit 22 Jahren Elferrat und Chef der Regie. Bernd Eyberger, der seit Jahren das Symbol der Wasenfastnacht, den Wasenaff in der Bütt darstellte, feierte 11 jähriges Jubiläum als Vizepräsident. Bei einem Festakt im Ettlinger Schloss hielt Dr. Vetter, inzwischen Umweltminister von Baden-Württemberg, die Laudatiorede. Neben vielen Ehrungen und Geschenken durfte Manfred Jordan aus der Hand von Dr. Werner Pfützer den höchsten Verdienstorden des BDK (Bund Deutscher Karneval) entgegen nehmen. Auch Rudi Glasstetter und Bernd Eyberger wurden mit Orden des BDK geehrt. Die Tanzgarden gingen über die Pfingstfeiertage auf große Fahrt nach Italien. Zusammen mit der Vorstandschaft hatte der Ehrensenator Fritz Glaser die Fahrt nach Finale Ligure organisiert. An der Strandpromenade traten, auf einer eigens für diesen Auftritt aufgebauten Bühne, die Garden und das Tanzmariechen Simone vor begeisterten Zuschauern auf. Das Music-Corps hatte sich bei den Landesmeisterschaften für die Deutschen Meisterschaften in Elmshorn bei Hamburg qualifiziert. Bei dieser Meisterschaft konnten viele wertvolle Erfahrungen gewonnen werden. Bei der Hauptversammlung entschied man den Verein in "Wasener- Carneval-Club Ettlingen e.V." umzubenennen, denn der Verein war durch seine Garden und das Music-Corps jetzt in ganz Deutschland bekannt geworden und es gab immer Probleme mit dem Vereinsnamen.

1991 fand zum zweiten Mal eine Badische Meisterschaft in der Albgauhalle statt. Kurz danach entschied der BDK wegen des Golfkrieges alle karnevalistischen Veranstaltungen sollten abgesagt werden. Der WCC hielt sich daran und deshalb wurde keine Prunksitzung abgehalten. Im November fand das "1. Ettlinger Gardetanzturnier" des Wasener-Carneval-Clubs in Ettlingen statt. Der BDK hatte sich entschieden dieses Qualifikationsturnier zum Halbfinale der Deutschen Meisterschaften nach Ettlingen zu vergeben. Über 120 Gruppen mit 1200 teilnehmenden Aktiven traten in der Albgauhalle auf. Dieses Turnier findet in den folgenden Jahren immer wieder im Herbst in Ettlingen statt.        

Als 4. Tanzgarde wurde 1992 die "Wasen Küken" ins Leben gerufen. Dies sind Kinder bis zum Alter von 6 Jahren, die langsam an den Gardetanzsport herangeführt werden sollen. Bei der Fernsehsitzung des Süddeutschen Rundfunks trat das Wasen-Trio (Peter Reiter, Thomas Reiter und Bernd Rehberger) zum ersten Mal im Fernsehen auf. Für die drei jungen Musiker war es ein tolles Erlebnis vor laufenden Kameras und "live" ihre Musik darzubieten. Sie sind seither immer wieder Bestandteil von Fernsehsitzungen.

Im Januar 1993 feierte das Wasen-Trio sein 11jähriges Bühnenjubiläum. Weit über die Grenzen Ettlingens hinaus waren die Drei inzwischen bekannt geworden. Viele Auftritte, sogar in Italien, mußten während einer Kampagne bewältigt werden. Über mehrere Wochen lag das Trio in der Hitparade der Welle Fidelitas sogar auf Platz 1. Manfred Jordan leitete zum 25. Mal als Präsident die Prunksitzung. Da man in der Albgauhalle bei den letzten drei Sitzungen mit sehr vielen technischen Problemen zu kämpfen hatte und die Zuschauer zum Teil sehr weit von der Bühne entfernt saßen, entschloß sich der Elferrat die Prunksitzung in der Schlossgartenhalle abzuhalten. Leider konnten nicht alle Kartenwünsche mit einer Sitzung befriedigt werden, so gibt es seither eine zweite Sitzung am Sonntag. Da man auch jugendlichen Narren den Besuch einer Prunksitzung ermöglichen wollte, entschied der Elferrat diese Veranstaltung am Spätnachmittag beginnen zu lassen. Gerhard Glasstetter erhielt für 22 Jahre als Elferrat und Büttenredner den "Goldenen Löwen".

1994 blickte der Verein auf 90 Jahre Fastnacht in und um
den Reichsadler zurück. Als Motiv für den Jahresorden wählte der Elferrat das Vereinslokal wo alles begann. In Jahr 1995 feierte der Verein
sein 33jähriges Bestehen.

                    Jahresorden 1994 Gasthaus Reichsadler

Manfred Jordan feierte 1996 sein 33 jähriges Bühnenjubiläum in seiner Paraderolle als Ortsbüttel. Als “Wasenaff” feierte Bernd Eyberger sein 11. Bühnenjübiläum. Es fand die 30. Prunksitzung und das 10. Wasenfest im Wasenpark statt.

1997 wurde das 11. Wasenfest gefeiert und das Wasenfestzelt als Motiv für den Jahresorden gewählt. Heinz Reuss, Bäckermeister aus Ettlingen, wurde zum Ehrensenator ernannt. Bei der Prunksitzung konnte Manfred Jordan Gäste aus USA, Cincinnati Ohio, begrüssen. Eine Abordnung der 1. Karnevals Gesellschaft Germania mit ihrem Prinzenpaar Prinzessin Roxane und Prinz Paul stattete dem WCC einen Besuch ab. Rolf Rutschmann wurde 2. Vorstand. In diesem Jahr starb der Mitbegründer des WCC der Ehrensenator Josef Roitsch. Präsident Manfred Jordan erkrankte nach der Kampagne schwer und legte alle Ämter im Verein nieder.

Bei der 32. Prunksitzung 1998 übernahm Bernd Eyberger das Amt des Präsidenten, da Manfred Jordan aus gesundtheitlichen Gründen alle Ämter zur Verfügung stellen mußte. Mit Werner Kehrbeck, Hanno Müller und Klaus-Peter Becker werden 3 neue Ehrensenatoren ernannt. Der langjähriger Zeltmeister des Wasenfestes “Sepp” Heinz Rees wird bei der selben Veranstaltung zum Ehrenelfer ernannt.

Im Jahr 1999 veranstaltet der WCC die 1. gemeinsame Fastnachtssitzung mit den Hagsfelder Werkstätten HWK. Behinderte und nicht Behinderte stehen gemeinsam auf der Bühne und bestreiten das Programm. Am 20.11.1999 wird Manfred Jordan mit einem Festbankett in der Schlossgartenhalle zu Ettlingen verabschiedet und zum Ehrenpräsidenten und Ehrenvorsitzenden des Wasener-Carneval-Clubs ernannt. Der WCC begeht in der Schlossgartenhalle seine 33. Prunk und Fremdensitzung. Die Musikgruppe “Wasen Sound” wird gegründet, sie geht wie die Gruppe “Wasenknoddler” aus dem Music-Corps hervor.

Im Januar 2000 erhalten in Speyer Bernd Eyberger, Manfred Klein, Hans Schott, Günter Grech und Ilka Rutschmann den “Goldenen Löwen” für 22 jährige aktive Karnevals Tätigkeit. Der WCC zählt nun fast 500 Mitglieder. “WWW.WASENER-CC.DE” damit beginnt auch beim Wasen das Internet Zeitalter. Der Internet Auftritt des Vereins wird vorbereitet und soll zukünftig den Verein global präsentieren.

Elli Glasstetter und Peter Reiter erhalten 2001 den Goldenen Löwen in Speyer. Die Stadträtin Irma Schlegel wird für die Gute Tat 2000 mit dem Goldenen Wasenaff ausgezeichnet. Kurz vor der 35. Prunk und Fremdensitzung verstirbt der langjährige Spartenleiter der Tanzgarden und Gardeminister Jörg Dattler. Der jetzt freigeschaltete Internet Auftritt des WCC bestimmt bei der 35. Prunk und Fremdensitzung das Bühnenbild. Der Elferrat sitzt in einem PC-Bildschirm vor der Homepage des WCC’s. Simone Seiler beendet bei dieser Prunksitzung ihre Karriere als Tanzmariechen und wird offiziell vom Verein verabschiedet. Das Wasentrio erhielt den “Trommler” der Narhalla Philippsburg. Aus der Hand des Narhalla Präsidenten Karlheinz Kerner konnten die Brüder Peter und Thomas Reiter sowie Bernd Rehberger in Anerkennung ihrer hervorragenden Beiträge zur Fastnacht, den Herman-Siegel-Gedächtnispreis Wasentrio mit OB Jupp Offele und MdL Dr. Erwin Vetter bei der Verleihung des Trommlers"Trommler von Philippsburg" bei einem Empfang und anschliessenden Ehrenabend entgegen nehmen. Der Preis wird alljährlich vergeben, ist sehr renommiert und bei den Aktiven der Fastnacht im ganzen Land vom Bodensee bis nach Düsseldorf sehr begehrt. Der “Trommler" ist eine handgeschnitzte Figur mit Bezug auf die Philippsburger Festungsgeschichte. Der Preis erinnert an den ersten Präsidenten der "Narhalla" nach dem 2. Weltkrieg, Herman Siegel. Viele prominente Grössen haben den Preis erhalten, darunter z.B. Ernst Neger, Margit Sponheimer, die “Mainzer Hofsänger”, Wolfgang Meister und die "Spraddelsänger". Kurz nach der Kampagne stirbt der Ehrenelferrat und langjährige Zeichner der Jahresorden und Urkunden Rolf Weiche.

2002 erhalten die Elferräte
Hansi Stoppanski und Klaus Siemke den Goldenen Löwen in Speyer. Die Familie Werner Strunk wird für die Gute Tat im Jahr 2001 mit dem Goldenen Wasenaff ausgezeichnet. Der Verein veranstaltet in Koorperation mit den Faschingsfreunden “Ettlinger Moschdschelle” die erste Ettlinger Damensitzung im Kasino der ehemaligen Ettlinger Kaserne. Diese Veranstaltung ist innerhalb drei Stunden ausverkauft und wird ein Riesenerfolg. Bei der Prunksitzung beendet der Erznarr Hansi Stoppanski seine Laufbahn als Büttenredner und wird zum Ehrenbüttenredner ernannt. Als Jahresorden wurde der Euro, die neue Währung gilt ab 2002, als Thema gewählt. Auch das Bühnenbild stand ganz im Zeichen dieser neuen Währung. Die Wasener Schlossgarde fährt zu den Deutschen Meisterschaften im Gardetanz nach Nürnberg und erreicht unter den besten Garden aus ganz Deutschland einen guten neunten Platz.

Am 4.1.2003 erhält der Ehrenvorsitzende und Ehrenpräsident des WCC, Manfred Jordan, den Goldenen Löwen mit Brillianten. Dieser wird von der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine frühestens nach 22 Jahren ununterbrochener aktiver Tätigkeit nach Verleihung des Goldenen Löwen vergeben. Das bedeutet mindestens 44 Jahre aktiver Fastnachter zu sein.
Der Goldene Wasenaff geht 2003 an die Stadtwerke Ettlingen für die über das normale geschäftliche Maß hinausgehende Unterstützung der afghanischen Bevölkerung durch Mitarbeiter der Stadtwerke Ettlingen.
Die zweite Damensitzung mit unseren Kooperationspartnern „Ettlinger Moschdschelle“ findet in der ausverkauften Stadthalle vor über 400 begeisterten Damen statt.
Die Wasentanzgarden tanzen sich in die Spitze des Deutschen Gardetanzsports. Die Wasener Schlossgarde wird nach 13 Jahren wieder einmal „Badischer Meister“ im Marschtanz. In der Disziplin Schautanz belegen die Mädchen den zweiten Platz. Für diese Leistung erhält die Schlossgarde den begehrten Badenpokal für ein Jahr.
Bei den Deutschen Meisterschaften in Aschaffenburg wird der siebte Platz erreicht. Eine großartige Leistung.
Auch die Wasengarde holte mit hervorragenden Leistungen bei den Badischen Meisterschaften den Badenpokal nach Ettlingen. Rang 10 bei den Deutschen Meisterschaften bedeutet erstmals „Top ten“ des Deutschen Gardetanzsports.
Aufgrund der großartigen Leistungen wird die Wasengarde zur Fernsehsitzung des Comitees Düsseldorfer Carneval e.V. eingeladen. Vor über 2.000 begeisterten Besuchern in der Halle und über eine Million an den Bildschirmen werden Marsch- und Schautanz präsentiert.
Den Jahresorden zieren die beiden Symbolfiguren des WCC – „Wasenaff und Ortsbüttel“ – da erstmals beide gemeinsam (dargestellt von Bernd Eyberger und Thomas Jäger) bei einer Prunksitzung des WCC eine glänzende Büttenrede halten.
Nach der Kampagne scheidet Bernd Rehberger nach 21 Jahren aus dem Wasentrio aus.
Werner Kehrbeck wird zum ersten Senatspräsidenten des WCC gewählt. Fortan finden zweimal jährlich Treffen der Senatoren statt, die sich damit mehr in den Verein einbringen.
Am 13. Juli 2003 findet auf dem Gelände der Stadtwerke Ettlingen bei herrlichem Sommerwetter das erste Kinderfest des WCC statt.

Im Jahr 2004 feiert das Wasentrio in neuer Besetzung – hinzu kam Hans Frisu - das 22-jährige Bühnenjubiläum. Zu Ehren des Wasentrios wurde der Jahresorden mit den Symbolen ihrer Musik gestaltet.
Am 4.1.2004 erhalten drei Damen des Vereins den Goldenen Löwen. Es sind dies: Sandra Musler, Gerlinde Schott und Simone Seiler. Mit den Geehrten sind nun 18 Mitglieder des WCC mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Der Goldene Wasenaff wird am 6.1.2004 an die Vertreter des Vereins „Kaffeehäusle“ verliehen.
An diesem Tag wird Herr Wolfgang Noller zum Ehrensenator des WCC ernannt.
Das Bühnenbild der Prunksitzung 2004 ist der Urwald, da bei der Sitzung dort ein Käfig voller Affen hauste. Zum ersten Mal trat der Elferrat nicht wie gewohnt im Smoking, sondern während der gesamten Sitzung in der Maske des Wasenaffen auf.
Die Wasener Schlossgarde erreicht bei den Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Gardetanzsport in Saarbrücken den 5. Platz. Bestes Ergebnis seit Bestehen der Wasentanzgarden.
Der Senatspräsident lädt zum dritten Treffen der Senatoren in das „Vogelbräu“ ein.
Der Elferratsausflug führt den Elferrat mit Damen nach Düsseldorf, wo unter anderem auch das neu gestaltete Haus des Karnevals besichtigt wird.

Am 2.1.2005 werden zwei weitere Mitglieder des Vereins in Speyer mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Es sind dies Bernd Rehberger und Thomas Reiter.
Bei der traditionellen Ordensmatinee erhält Frau Gisela Krittian den Goldenen Wasenaff für 50 Jahre ehrenamtliches Engagement und selbstlosen Einsatz in der Kirchengemeinde.
Den Jahresorden ziert das Wasendenkmal in Silber. In Bronze wurde dieser Orden bereits früher ausgegeben.
Der Elferrat nimmt fünf neue Mitglieder auf. Es sind dies; Jens Mußler, Hans-Jürgen Stader, Michael Maier, Andreas Jessen und Waldemar Kottutz.
Der hohe Rat besteht nun aus 31 Elferräten.
Bei der Prunksitzung treten erstmals zwei neu gegründete Gruppen auf. Es sind dies die Wasenzwerge und die Wasenglucken.
Die Garden behaupten sich weiterhin in der Spitze der Besten. Bei den Deutschen Meisterschaften in Münster erreichen die Mädchen der Wasener Schlossgarde den 6. Platz und die der Wasengarde den 9. Platz jeweils im Marschtanz.
Die Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung verleiht dem Vorsitzenden des Wasener Carneval Clubs, Bernd Eyberger, die Ehrennadel für die herausragenden Verdienste des WCC um die Integration von Menschen mit Behinderung.

Auch 2006 wird wieder ein Mitglied des Wasener Carneval Clubs mit der höchsten Auszeichnung - dem Goldenen Löwen der Bad. Pfälzischen Verbandes - ausgezeichnet: Anja Kuhlow die Tochter des Präsidenten Bernd Eyberger. Lange Jahre tanzte Anja in den verschiedenen Garden des WCC und moderierte später mit großem Erfolg die Damensitzung, eine Gemeinschaftssitzung mit den Ettlinger Moschdschellen.
Am 6. Januar 2006 erhalten die “Grauen Zellen” ein Seniorenkabarett, den “Goldenen Wasenaffen” im Rohrersaal den Ettlinger Schlosses überreicht.
Der WCC feiert im Jahr 2006 ein närrisches Jübiläum - 4 * 11 Jahre Wasener Carneval Club.
Als Orden zu diesem Jubiläum wurde die Elferratsmütze des WCC gewählt, auf dieser befinden sich die Namen der drei massgeblich am Erfolg des WCC’s beteiligten Präsidenten:
Karl Brecht, Manfred Jordan und Bernd Eyberger.

                   Orden 2006

Die Badischen Jungs treten zum ersten Mal bei der WCC Prunksitzung auf.
Die Erfolge der Tanzgarden setzen sich auch 2006 weiter fort. Sie nehmen an den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften in Bayreuth bzw. in Essen teil.
Am 21. und 22. Oktober richtet der WCC schon das 16. Manfred Jordan Gardetanzturnier mit Erfolg aus.

Im Jahr 2007 heisst es für den Wasener Carneval: “Echt gut!”
Seit einigen Jahren veranstaltet das Land Baden-Württemberg den Wettbewerb „Echt gut! – Ehrenamt in Baden Württemberg.“ Damit möchte sich die Landesregierung bei den engagierten Bürgerinnen und Bürgern bedanken und ihren freiwilligen Einsatz in einem ansprechenden Rahmen würdigen. Dabei steht stets im Vordergrund, dass die Preisträger stellvertretend für die Vielfalt des Ehrenamtes in unserem Land stehen. Auch das Engagement des Wasener Carneval Clubs wurde im Rahmen des Echt gut – Wettbewerbes 2007 positiv wahrgenommen.
Mit Schreiben des Staatsministeriums Baden-Württemberg vom Dezember 2007 wurde der Wasener Carneval Club Ettlingen e.V. mit einer Urkunde des Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger ausgezeichnet. Die Landesregierung ist der Auffassung, dass alle dort gewinnen, wo Menschen sich freiwillig für die Gemeinschaft einbringen.
Harald Hurst erhält bei der Ordensmatinee 2007 den Goldenen Wasenaff für die Gute Tat 2006 verliehen. Die Büttenrednerin Daniela Kribben erhält in Speyer den Goldenen Löwen. Der Elferrat feiert den “Schmutzigen Donnerstag” diese Jahr in Köln. Das Motto der Prunksitzung und des Jahresorden heisst: “Wir sind Ettlingen!”
Bei der HWK - WCC Faschingsveranstaltung, mit und für Behinderte, wird einer der Väter dieser Veranstaltung, Willi Rast zum Ehrenwasenknoddler ernannt.
Das Treffen der Ehrensenatoren findet 2007 in der Buhlschen Mühle statt. Umrahmt wird dieses Treffen von Lesungen von Harald Hurst und Fritz Pechkovsky. Musikalisch unterhält der Musikverein Bruchhausen.
Wie jedes Jahr findet auch 2007 wieder das Manfred Jordan Gardetanzturnier statt.
Neue Wege beschreitet der Verein bei der jährlichen Weihnachtsfeier. 2007 findet der 1. WCC Weihnachtsmarkt statt und findet sofort regen Zuspruch. Marktstände sind aufgebaut und bieten für Jung und Alt Speisen, Getränke und Bastelarbeiten.

Und wieder ein Jubiläum! 2008 feiert die Ranzengarde 3 * 11 Jahre. Dies wird auch auf dem Jahresorden dargestellt.Orden 2008 In der Prunksitzung bietet die Ranzengarde Tänze aus den letzten 33 Jahren dar. Bei der 41. Prunksitzung heisst die Sitzungskapelle zum ersten Mal Musikverein Bruchhausen.
In Speyer werden am 6. Januar an Dietmar Hiltscher und Alfred Seiler die “Goldenen Löwen” für 22 Jahre ununterbrochene aktive Tätigkeit in der Fastnacht verliehen.
Die Aktion Babyhilfe Ettlingen erhält bei der Ordensmatinee 2008 den Goldenen Wasenaff für die Gute Tat 2007.
Wie immer in den letzten Jahren nehmen die ca. 100 Wasenknoddler an 4 Umzügen in der näheren Umgebung teil. 2008 in Begleitung von dem Prinzenpaar Ursula 1. und Eddy 1. aus Arizona (USA).
Die Erfolge der Wasentanzgarden setzen sich auch in diesem Jahr fort.
Für die Jugend präsentiert der WCC am 13. April mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Ettlingen ein Konzert mit dem Liedermacher und König der Kinderdisco Volker Rosin in der Ettlinger Stadthalle.Hand in Hand Thomas Jäger und Gerhard Bretzinger
Im neueröffneten Ettlinger Albgau Freibad findet das Senatorentreffen statt.
Am 15. November feiert man im Ettlinger Schloss die 11-jährige Kooperation HWK/WCC.
11 Jahre "miteinander & füreinander
WCC – HWK Hand in Hand”, so lautete denn auch das Motto des Abends. Unter diesem Motto startet der WCC in die Kampagne 2008/2009.
Die Laudatio an diesem Abend halten Thomas Jäger (WCC) und Gerhard Bretzinger (HWK).

Die Kampagne 2009 beginnt gleich mit einem Paukenschlag: Präsident Bernd Eyberger versucht sich bei der Damensitzung als Tanzmariechen und bei dieser Tanzeinlage reisst ihm die Achillessehne. Damit war für ihn die Kampagne gelaufen. Vizepräsident Bernd Rehberger vertritt ihn bei den weiteren Veranstaltungen.
Die Ordensmatinee 2009 findet am 6. Januar in der Schlossgartenhalle statt da wegen einem Wasserschaden der Rohrersaal nicht zu benutzen ist. Helma Hofmeister erhält den “Goldenen Wasenaff 2008” für die Gute Tat.
In Speyer wird Silke Siemke mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Die Wasener Schlossgarde wird Badischer Vizemeister im Marsch- und Schautanz und gewinnt dadurch den Badenpokal 2009. Die 43. Prunksitzung steht ganz im Zeichen von 11 Jahre “Hand in Hand WCC und HWK”. Auch der Jahresorden wird in das Motto einbezogen. Ein Herz symbolisiert die Verbundenheit zwischen dem WCC und der HWK.
Der Elferratsausflug zeigt die Schönheit der Südbadischen Landschaft rund um Freiburg. So wird ein Weingut und eine Sektkellerei besucht bevor es mit dem Kahn durch die Rheinauen geht.
Beim 19. Manfred Jordan Gardetanzturnier gibt es eine Änderung, es treten 2009 nur noch die Junioren und Aktive (Senioren) an. Da es bei den Turnieren zu viele Anmeldungen gibt hat der BDK (Bund Deutscher Karneval) beschlossen dass es bei den gut besuchten Turnieren nur noch jeweils zwei Altersgruppen gibt.